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Die Ambiguität der Medien

In diesem Artikel möchte ich einfach nur Stichwortpaare auflisten, aber sie sprechen für sich und unterstreichen ihre Vielfältigkeit und Ambiguität. Medien können:

bilden – “verdummen”

lehren – unterhalten

informieren – manipulieren

verbinden – isolieren

Arbeit erleichtern – von Arbeit abhalten

Probleme aufzeigen – von Problemen ablenken

erleichtern – überfordern

aufklären – kontrollieren

belustigen – traurig machen

schützen – gefährden

motivieren- demotivieren

interessieren – langweilen

Diese Liste kann noch quasi bis ins Unendliche fortgeführt werden, jedoch reicht es an dieser Stelle um meine Aussage zu verdeutlichen.

 

 

Vor einigen Sitzungen sprachen wir über die “Evolutionsgeschichte” der Medien, das heißt, von der Wandmalerei bis zum aktullen Stand. Daraufhin habe ich mich (wie schon so oft) gefragt, wie sich die medienwelt wohl weiterentwickeln wird. Welche Erfindungen warten auf uns und wie werden sie unser Leben verändern? Wird irgendwann zukünftig jede Krankheit heilbar sein? Denn auch die Medizin und ihre Forschung profitiert natürlich vom technischen Fortschritt. Vielleicht gibt es auch wirklich eine Art Roboter, die unseren Haushalt etc. erledigen. Man sollte in dieser Hinsicht nicht unbedingt an die typischen Roboter aus der Filmwelt denken, aber die Idee der KOnstruktion von  Robotern ist meiner Meinung nach nicht ausschließbar für die Zukunft. Auch frage ich mich oft, ob man in einigen Jahrzehnten noch Seminare in der Uni besuchen wird, oder ob die betreffenden Studenten dann direkt von zu Hause über Computer oder ähnliches studieren werden. Dies sind nur einige meiner Fragen, denn alle unseren Lebensbereiche sind natürlich von einem kontinuierlichen Wandel betroffen. Doch ich finde diesen gedamken äußerst spannend (in Hinblick auf manche Aspekte auch beunruhigend) und bin nuegierig, was noch alles auf uns wartet…

In der letzten Sitzung recherchierten wir in kleinen Gruppen im Internet über einige Links, die wir von Lotte bekamen. In unserer Gruppe ging es um die Thematik der Präsentationen online. Der erste Link (slidefinder) bietet den Usern die Möglichkeit, Folien zu seinem aktuellen Thema zu finden und sie runterzuladen. Das Programm durchsucht das Internet nach passenden Präsentationen, welche man anschließend über die Unrheberseite herunterladen kann.  Beim zweiten Link handelte es sich um einen ähnlichen Sachverhalt; bei “slideshare” hat man die Möglichkeit, seine Informationen mit Freunden oder auch anderen Usern zu teilen. Es handelt sich also um ein Netzwerk für rundum-Präsentationen. Schließlich beschäftigten wir uns noch mit dem Link “prezi”. Auf dieser Seite kann man selber Präsentationen erstellen. Wir taten dies, um unsere Kommilitonen über jenen Link zu informieren. Wir empfanden diese Seite am besten und nützlichsten von den von uns recherchierten. Es ist eine nette Abwechslung zum Programm Powerpoint.

Was ist das “Erfolgsrezept” dieses sozialen Netzwerks. Bei Facebook handelt es sich ja bei weitem nicht um das eiinzige exisiterende Netzwerk. Ich habe lange Zeit aus zweierlei Grüden abgelehnt, mich ebenfalls dort anzumelden. Erstens sah ich keinen Sinn darin, ins Internet zu schreiben, was ich gerade tue oder Fotos von mir zu veröffentlichen. Zum Zweiten fand ich den Gedanken beunruhigend, dass viele Arbeitgeber sich bei Facebook über ihre Bewerber informieren. Dennoch habe ich mich schließlich dort angemeldet, und zwar hauptsächlich um mitreden zu können. Im Sprachpraxis-Unterricht wurde dieses Phänomen behandelt. Ich war die einzige nicht registrierte und konnte nichts zu dem Thema beitragen. Auch werden häufig Treffen im Freundeskreis über Facebook organisiert und ich musste immer extra informiert werden. Seitdem ich Mitglied bin, muss ich jedoch zugeben, dass es auch Spaß macht, die Posts von Freunden zu lesen und zu kommentieren. Ich habe noch immer nicht wirklich verstanden, warum diese Art von Kommunikation derart beliebt ist und die meisten IMMER obei Facebook online sind wenn sie zu Hause sind, aber das muss ja auch nicht unbedingt sein. Und um auf den Aspekt der “Ausspionierung” durch Arbeitgeber zurückzukommen; so lange man keine unangenehmen Dinge schreibt und keine “Partyfotos” oder ähnliches veröffentlicht, kann ja eigentlich nichts passieren.

Der etwa zehnminütige Kurzfilm zeichnet sich durch mehrere “Besonderheiten” aus. Jedem ist der Begriff “Schwarzfahrer” im normalen Sprachgebrauch bekannt. Schaut man sich jedoch den besagten Kurzfilm an, so wird sehr schnell ersichtlich, dass man die wirklich gemeinte Person in Verbindung mit dem Begriff nicht genau benennen kann. So wird der eigentliche Schwarzfahrer (Motorradfahrer) nicht erwischt, da der Kontrolleur die alte Dame für eine Schwarzfahrerin hält. Es könnte jedoch ebenfalls der farbige Fahrgast aufgrund seiner Hautfarbe gemeint sein. Es sind noch weitere Parallelen zwischen Titel und Filmelementen zu ziehen; der Film ist in schwarz-weiß gehalten und Fahrgäste wie die alte Dame weist ein “schwarz-weiß-Denken” auf. Interessant ist auch die Verbindung von Filmsequenz und Handlung: zu Beginn des Films fährt die Straßenbahn in die Haltestelle ein, am Ende sieht man die Bahn wegfahren. Vielleicht hat der Regisseur gerade die Straßenbahn als Handlungsort gewählt, da sie im übertragenden Sinne das “in alten, festen Strukturen bzw. Schienen Denken und Verhalten vieler (oft älterer) Menschen symbolisieren könnte. Weiterhin stellt für mich die “Einfachheit” aber zugleich die Aussagekraft des Films eine Besonderheit dar. Es werden keine modernen “special effects” verwendet und außer der alten Dame reden nicht viele Menschen. Die Gesten und Taten der Fahrgäste sind weitaus mehr aussagekräftig. Den Höhepunkt in dieser Hinsicht bietet der Farbige, als er die Fahrkarte der alten Frau isst. Schließlich möchte ich noch eine Hypothese aufstellen. Es könnte eine Art “Moral” am Ende des Films stehen in zweierlei Aspekten: die alte Frau schaut der wegfahrenden Straßenbahn hinterher (“mit einem derartigen Verhalten kommt man nicht weit”) und der Farbige steigt zuletzt innerhalb der Menschenmenge in die Bahn ein (“wer zuletzt lacht, lacht am besten). Ich finde den Film ausgesprochen sehenswert und werde ihn in Zukunft sicherlich noch häufiger mit der selben Genugtuung (bei der “Essszene”) ansehen.

Über diese Frage musste ich längere Zeit nachdenken, da die verschiedenen Medien für mich in unterschiedlichen Situationen wichtig sind. So nutze ich den Fernseher, wenn ich ihn nutze, zum entspannen. Nach einem langen Unitag oder während der Klausurphse ist diees Medium für mich “effektiver” als vor dem Computer zu sitzen oder ein Buch zu lesen.  Im Endeffekt habe ich mich für das Internet als mein Lieblingsmedium entschieden, aufgrund seiner Vielfgältigkeit. Neben  positiven Aspekten wie den zahlreichen Kommunikationsmöglichkeiten mit Freunden, unzähligen interessanten Links und der ständigen Neuentdeckungen (beispielsweise mit Hilfe von Google), ist für mich die Arbeitserleichterung durch das Internet ebenfalls von grundlegender Bedeutung. Ich könnte mir mein Studium ohne Internetzugang gar nicht (mehr) vorstellen. Beispielsweise hat man hat einen schnelleren und leichteren Zugang zu Informationen (leider häufig auch zu falschen); auch die Kommunikation zwischen Professoren / Dozenten und Studenten außerhalb der Seminare ist durch das Versenden von Emails erheblich leichter und meist schneller. Schließlich sind Plattformen wie Stud.IP sehr nützlich, da jeder Kursteilnehmer schnellen Zugriff auf die Informationen zum Seminar sowie auf die Inhalte der einzelnen Sitzungen hat.

Die zweite Sitzung begann mit einigen Erläuterungen zum Kommunikationsmodell Paul Watzlawicks. Alle Teilnehmer sind sicherlich während ihrer Schulzeit bereits mit jenem Modell “konfrontiert” worden, dennoch war es zur Wiederholung sehr nützlich. Anschließend führten wir ein Experiment durch: wir bekamen den Auftrag, eine sieben Zentimeter lange Linie auf ein Blatt Papier zu zeichnen und am Anfang bzw. Ende unsere jeweiligen Initialien zu setzen. Das Ergebnis war der Beweis, dass die Vermittlung von Informationen nicht immer komplett unproblematisch verläuft. Es lagen nämlich verschiedene Versionen jener “Zeichnung” vor: manche hatten das Hochformat, andere das Querformat des Blattes gewählt. Wenige setzten einen Anfans- und Endstrich an ihre Linie, die meisten jedoch nicht etc. Bei diesem Experiment ist es ja nicht schlimm, verschiedene Versionen zu erhalten. Handelt es sich jedoch um eine wichtige Information oder um ein Missverständnis in der Ausführung eines bedeutenden Auftrages kann dies doch schon ernstere Folgen haben, denkt man beispielsweise an die Berufswelt.

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